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Ohrakupunktur

Der gesamte menschliche Körper mit all seinen Strukturen und Organen wird in der Ohrmuschel repräsentiert - ein Phänomen, das in der Fußreflexzonentherapie ebenso an den Fußsohlen beobachtet wird. Dies bedeutet, dass den verschiedenen Ohrregionen bestimmte Körperzonen und Organe zugeordnet sind, die sich im Rahmen der Ohrakupunktur nutzen lassen. So ist die Ohrakupunktur eine Therapiemethode, mit der über das Ohr der gesamte Organismus beeinflusst werden kann. Funktionelle und energetische Ungleichgewichte können durch das Stimulieren entsprechender Ohr-Reflexpunkte ausgeglichen werden.

Diagnostik

Am Anfang der Diagnostik steht eine umfassende Anamnese. Durch Betasten des Ohres mit einer speziellen Tastsonde ist es möglich, das Ohr als diagnostisches Mittel hinzuzuziehen. Liegen Beschwerden oder Erkrankungen in einem Organsystem / Körpergebiet vor, so wird sich der entsprechende Ohrreflexpunkt unter Umständen als besonders druckschmerzhaft erweisen, evtl. sogar sichtbar verändert sein. 

Therapie

Durch Nadelung der Ohrreflexpunkte lässt sich ein therapeutischer Reiz auf das korrespondierende Organsystem / Körpergebiet ausüben. 

Die Akupunkturnadeln sind im Gegensatz zu denen der Körperakupunktur sehr dünn, mit einem maximalem Durchmesser von 0.2 mm. In der Regel werden bei der Behandlung chronischer Beschwerden 1-5 Nadeln gestochen. Bei akuten Erkrankungen, z.B. Sportverletzungen können auch mehr Nadeln verwandt werden. Die Verweildauer ist individuell und liegt in der Regel zwischen 15 und 20 Minuten.

Um den therapeutischen Reiz  zu verlängern, ist es möglich, auf bestimmte Punkte Pflaster mit Dauerkörnern oder Dauernadeln zu setzen. Diese Methode empfiehlt sich besonders in der Schmerz- und Suchttherapie.

Anwendungsbereiche

Die Ohrakupunktur stellt ein effektives therapeutisches Reflexverfahren dar, das bei allen akuten Störungen und Schmerzen,  aber auch bei chronischen, langjährigen Beschwerdekomplexen eingesetzt werden kann. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Erkrankungen und Schmerzen am Bewegungsapparat (Wirbelsäule, Gelenke)
  • Erkrankungen der Atemwege
  • Allergien 
  • Beschwerden im Magen-Darmbereich
  • Hals-Nasen-Ohrenerkrankungen (z.B. Tinnitus)
  • Raucherentwöhnung und Gewichtsreduktion

5.5.2014: Dieser Beitrag wurde uns freundlicherweise von Silvia Markhoff, Heilpraktikerin, zur Verfügung gestellt.